Mobile Internetverbindung
Ein mobiler Internetzugang ist heutzutage das Nonplusultra in Sachen WWW-Nutzung. Allerdings ist diese Art der Anbindung an das Netz der Netze in letzter Zeit für deutlich mehr Menschen attraktiv geworden. Es handelt sich beim mobilen Internet um kein exotisches Produkt mehr, das sich nur Manager und reiche Early Adopters leisten können, nur um für horrende Kosten im Kriechtempo das World Wide Web zu besurfen.
Die deutschen Handynetzbetreiber haben bereits vor mehreren Jahren das Potential erkannt, das ein Internetzugang von unterwegs für jedermann birgt. Die Vorteile liegen ja auch eigentlich auf der Hand: gegenüber dem Festnetz ist das Mobilfunknetz eben nicht auf Kabel angewiesen und ist somit deutlich flexibler. Und zwar sowohl beim Aufbau einer flächendeckenden Versorgung als auch bei der Nutzung durch den Verbraucher. Ein zahlender Kunde wird es sicherlich zu schätzen wissen, wenn er, anstatt nur vom heimischen PC oder vom Bürorechner, auf einmal von überall ins Internet gehen kann, und zwar nicht nur um E-Mails zu überprüfen, sondern auch für die ganzen Multimedia-Annehmlichkeiten, die das heutige Internet so anziehend machen.
Die Technik ist inzwischen soweit, dass es das Internet quasi für die Hosentasche gibt: ein spezieller USB Stick funktioniert dabei als Modem, mit dem man sich nach dem Einstecken in ein beliebiges Gerät mit USB Anschluss und gängigem Betriebssystem (derzeit Windows oder Max OS, die Unterstützung für Linux wird sicherlich bald folgen) mit dem mobilen Internet verbinden kann. Erstaunlich ist dabei nicht zuletzt die Geschwindigkeit, mit der ein mobiler Internetzugang heutzutage funktioniert. Bei einer Standard-UMTS-Verbindung werden bereits 384 Kbit/s erreicht, was immerhin der sechsfachen ISDN-Geschwindigkeit entspricht. Der bekannte Flatrate-Anbieter für Handys, Base, hat genau so eine mobile Internetanbindung im Angebot. Das Produkt reiht sich in die Angebotsstruktur der E-Plus-Tochter ein und wird ebenfalls als Pauschaltarif angeboten.
Die Base Internet Flatrate ist zwar die günstigste, aber seit April 2007 nicht mehr die einzige mobile Flatrate auf dem deutschen Markt. Zu diesem Zeitpunkt startete nämlich mit Moobicent ein weiteres Flat-Produkt, welches zwar etwas teuerer angeboten wurde, dafür aber mit Übertragungsgeschwindigkeiten von inzwischen bis zu 7,2 Mbit/s die Mobilfunk-Kunden überzeugen sollte. Diese Datenrate entspricht einer DSL-6000-Festnetzleitung und zeigt, dass das mobile Internet auf Dauer auch den etablierten DSL-Anbietern Konkurrenz machen wird.
Ähnliche Themen:
base, hsdpa, mobiler internetzugang, mobiles internet, moobicent, umts, umts flatrate