Prepaidkarten für Handys
Nicht jeder bindet sich gern über 24 Monate an einen Handyprovider (u.a.: T-Mobile, Vodafone, E-Plus, O2) und ist aus diesem oder ähnlichen Gründen auf der Suche nach anderen Alternativen. Neben den festen Verträgen gibt es noch die sogenannten Prepaidkarten, die von einer großen Auswahl von Providern angeboten werden. Doch was steckt hinter dem Begriff Prepaid und welche Vor- bzw. Nachteile bringt es mit sich?
Prepaid bedeutet so viel wie „im Voraus zahlen“. Es funktioniert im weitesten Sinne wie beim Telefonieren in einer öffentlichen Telefonzelle, man wirft Geld ein oder nutzt eine vorher gekaufte Telefonkarte, um telefonieren zu können. Dies geht natürlich nur so lange, bis die Münzen aufgebraucht oder der Wert der Karte abtelefoniert wurde.
Beim Handy funktioniert es nach einem ähnlichen Prinzip. Wenn man sich für einen Anbieter entschieden hat, wird eine Sim-Karte zugeschickt, die in das Handy gelegt wird. Am Anfang ist meistens ein Startguthaben dabei, welches vertelefoniert werden kann. Wenn dies zur Neige geht, muss es rechtzeitig „aufgeladen“ werden, wofür es verschiedene Möglichkeiten gibt. In vielen Geschäften sind Karten mit einem festen Geldwert (z.B.: 10 Euro, 20 Euro usw.) erhältlich. Auf diesen Karten ist im Regelfall eine Anleitung zur Freischaltung des Guthabens dabei oder es ist eine kostenlose Servicenummer angegeben, unter der Hilfe eingeholt werden kann. Zusätzlich besteht die Möglichkeit über das Internet das Guthaben zu einem Betrag seiner Wahl aufzufüllen, die Zahlung erfolgt in diesen Fällen über per Lastschriftverfahren. Darüber hinaus bieten aber auch verschiedene Banken und Kreditkarten Herausgeber an, eine Prepaidkarte direkt über das Online-Banking-Modul oder den Geldautomaten aufzuladen. Und selbst viele Zigarettenautomaten wurden mittlerweile umgerüstet, so dass sogar hier Guthaben für die Prepaidkarte erworben werden kann.
Die Vorteile bestehen darin, dass Prepaidkarten optimal u.a. für Wenigtelefonierer, Kinder oder für Zweithandys sind, da man das Guthaben jederzeit unter Kontrolle hat, immer erreichbar ist, keine monatliche Grundgebühr hat und keinen Mindestumsatz vertelefonieren muss. Es werden nur die reinen Telefonkosten abgezogen.
Der Nachteil besteht hauptsächlich darin, dass regelmäßig das Guthaben zu überprüfen ist, um telefonieren zu können. Sobald zu wenig oder kein Guthaben mehr verfügbar ist, sind bis zur nächsten Aufladung keine ausgehenden Gespräche/ SMS mehr möglich.
Alexander Bertram (artikel [at] netnut [.] de)
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